# Berlinale-Chefin Tuttle erwägt Rückzug nach Protest-Eklat Datum: 01.03.2026 10:42 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/berlinale-chefin-tuttle-erwaegt-rueckzug-nach-protest-eklat-687091/ --- Die Zukunft der Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle ist nach den jüngsten pro-palästinensischen und anti-israelischen Protesten ungewiss. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer berichtete, Tuttle habe in Reaktion auf die Ereignisse von sich aus ihren Rückzug als Intendantin des Filmfestivals ins Gespräch gebracht. Weimer verteidigte zugleich sein Vorgehen gegen Kritik aus der Filmbranche und verwies auf eine angespannte Atmosphäre rund um die Berlinale. ## Tuttle stellt eigene Zukunft an der Berlinale infrage Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sagte der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe), nach den pro-palästinensischen und anti-israelischen Protesten und den Reaktionen darauf habe Berlinale-Chefin Tricia Tuttle tief getroffen gewirkt. "Sie sagte mir und auch meinem Amtschef am Dienstag, sie könne in dieser vergifteten Atmosphäre und ihren politischen Spannungen die Berlinale kaum weiterführen. Wir sprachen offen über die schwierige Situation", zitierte die "Rheinische Post" Weimer. Weimer ergänzte laut "Rheinischer Post": "Wenn ein derartiger Eklat passiert und auch die Intendantin ihre Zukunft von sich aus infrage stellt, müssen die Gremien beraten." Daher habe er den Aufsichtsrat entsprechend informiert. "Mehr kann ich aber mit Blick auf die vereinbarte Vertraulichkeit und die laufenden Gespräche nicht sagen." Mitte der Woche sei zudem eine Aufsichtsratssitzung mit Tuttle geplant. "Alle Beteiligten wollen meiner Einschätzung nach rasch zu guten Ergebnissen kommen." ### Reaktionen und Kritik aus der Filmbranche Die Kritik aus der Filmbranche an seinem Vorgehen wies Weimer zurück. Gegenüber der "Rheinischen Post" sagte der Staatsminister: "Ich verstehe die Aufregung nach den Vorfällen. Manche Kritik war aber der Unkenntnis der Lage geschuldet." ### Solidarität mit Tuttle, Sorge über „Israel-Hass“ Weimer betonte zugleich die Bedeutung der Unterstützung für die Intendantin. "Die Solidaritätsadressen für Tricia tun ihr sicher gut und ermutigen sie wieder." Es sei zudem großartig zu sehen, wie sehr die Berlinale vielen Künstlern am Herzen liege. "Aber die hier und da hörbare Verharmlosung von Israel-Hass und Aktivisten-Aggressivität sind schwer erträglich", sagte Weimer der "Rheinischen Post". ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück