# Berlin macht Russland für Anschlag in Leipzig verantwortlich Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-02T02:12:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-02T02:12:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/berlin-macht-russland-fuer-anschlag-in-leipzig-verantwortlich-750371/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Bundesregierung wirft Russland den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig vor. Bundesinnenminister Dobrindt warnt vor weiteren hybriden Angriffen. Als Reaktion werden das russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen und der Vertrag über das Russische Haus in Berlin gekündigt. ## Ermittlungsergebnisse und Warnung vor weiteren Angriffen Die Ermittlungen hätten ergeben, dass bei dem Anschlagsversuch Anfang August Tatmittel wie Drohnen, Sprengstoff und Zündtechnik verwendet wurden, die aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt seien, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, CSU, am Dienstag. Die Technik und das Zusammenspiel der Elemente seien „professionell“ und erforderten ein hohes Maß an technischer Expertise sowie erheblichen organisatorischen Aufwand bei der Planung und Durchführung. Die Ausführung sei letztlich „Low-Level-Agenten“ zuzuordnen. Dobrindt betonte: "Wir befinden uns nicht im Krieg. Aber wir sind tägliches Ziel, hybrider Kriegsführung." Man müsse davon ausgehen, dass es weitere solche Angriffe geben werde. ### Maßnahmen gegen Russland angekündigt Bundesaußenminister Johann Wadephul, CDU, erklärte, der russische Botschafter sei am Dienstag bereits einbestellt worden. Die Bundesregierung habe in Absprache mit dem Bundeskanzler verschiedene Maßnahmen gegen Russland beschlossen. Dazu gehöre die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn sowie die Kündigung des Vertrags über das „Russische Haus“ in Berlin. Zusätzlich plane die Bundesregierung, in der Europäischen Union neue Listungen von Personen aus Russland im Kontext hybrider Angriffe vorzuschlagen. Auch die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige sollen verschärft werden. Die Unterstützung der Ukraine und die Zusammenarbeit mit Partnern in der NATO und der EU würden fortgesetzt. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück