# Benz widerspricht Antisemitismus-Vorwurf gegen Linke Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-25T08:42:15+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-25T08:42:19+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/benz-widerspricht-antisemitismus-vorwurf-gegen-linke-759941/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Historiker und Antisemitismus-Forscher Wolfgang Benz positioniert sich in der Debatte um die Berliner Abgeordnetenhauswahl. Er widerspricht Vorwürfen gegen die Linke und bewertet Parolen auf einer Wahlkampfveranstaltung als politische Kritik, nicht als Judenfeindschaft. ## Kein Antisemitismus, sondern politische Kritik Auf einer Wahlkampfveranstaltung der Linken in Neukölln war die Parole "Death to the IDF", also "Tod der israelischen Armee", zu hören gewesen. Dazu sagte Benz dem "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe): "Es gibt in ihr, besonders in Neukölln, jede Menge Palästinenser und Muslime, die garstige Worte gegen das Land Israel gebrauchen". Er ergänzte: "Das ist kein Antisemitismus, das ist keine Judenfeindschaft, sondern eine politische Feindschaft gegen die Besatzungsmacht Israel." und zog den Schluss: "Die Linke ist nicht antisemitisch.“. ### Sicherheit von Juden in Berlin nicht durch Linke bedroht Nach dem Wahlsieg der Linken hatten jüdische Verbände wie der Zentralrat der Juden vor einer Koalition mit der Partei gewarnt und erklärt, um ihre Sicherheit zu fürchten. Benz widersprach dieser Einschätzung: Die Sicherheit von Juden in Berlin sei „ja nun nicht durch die Linke bedroht“. Keine Minderheit werde "so gut durch die Polizei geschützt", so der Historiker. Wenn jüdisches Leben in Berlin so unsicher sei, "warum leben dann so viele Juden lieber hier als in Israel?". ### Forderung an die Linke Gleichwohl müsse die Linke "in jedem Einzelfall, mit dem notwendigen Radau, klar machen, dass das nicht erlaubt ist". Die Parteiführung müsse "das größte Interesse daran haben, diese Klientel loszuwerden oder denen aufs Maul zu hauen". --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück