# BDI fordert schärfere EU-Handelsinstrumente gegen China Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-10T14:52:14+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-10T14:52:18+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/bdi-fordert-schaerfere-eu-handelsinstrumente-gegen-china-765369/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) spricht sich für neue Schutzmechanismen gegen unfaire Konkurrenz aus China aus. BDI-Präsident Peter Leibinger betont in einem Gastbeitrag für die Welt am Sonntag die Notwendigkeit, wirtschaftliche Interessen entschlossen zu verteidigen, sieht aber Verhandlungen weiterhin als Königsweg. ## Schnellere und einheitlichere Maßnahmen gefordert BDI-Präsident Peter Leibinger schreibt in einem Gastbeitrag für die Welt am Sonntag: "Die EU muss den Dialog mit China weiterführen, aber auch ihre wirtschaftlichen Interessen entschlossen verteidigen". Instrumente gegen Dumping und unfaire Subventionen müssten nach Ansicht des BDI schneller, unbürokratischer und einheitlicher wirken. "Auch der deutschen Industrie ist bewusst, dass Passivität langfristig wirtschaftlich wesentlich teurer und sicherheitspolitisch unverantwortlich wäre". ### Verhandlungen bleiben zentral Leibinger sieht Verhandlungen mit China weiterhin als "Königsweg" an. Dabei müssten Wechselkursverzerrungen eine zentrale Rolle spielen. Den deutsch-französischen Vorschlag eines "Reaktionsinstruments" zur effektiven Abschreckung begrüßt er als wichtigen Beitrag für eine geeinte europäische Position. ### Reformen und strukturelle Risiken Zugleich fordert der BDI-Präsident Reformen in Deutschland und Europa, um die Standortbedingungen zu verbessern. "Mehr Wettbewerbsfähigkeit wird nicht reichen, weil wir strukturellen Marktverzerrungen und Sicherheitsrisiken in strategischen Schlüsselbereichen ausgesetzt sind". Es werde keine Rückkehr in die Zeit geben, in der die EU vor allem vom chinesischen Absatzmarkt profitierte. Gleichzeitig bleibe China für die deutsche Industrie in vielen Bereichen wichtiger Innovationspartner und Lieferant. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück