# Baupräsident warnt vor Vergesellschaftungsplänen in Berlin Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-10T16:02:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-10T16:02:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/baupraesident-warnt-vor-vergesellschaftungsplaenen-in-berlin-765412/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach Angaben von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth bereits jetzt negative Folgen. Baugesellschaften erhalten demnach keine frischen Kredite mehr, um Wohnraum zu schaffen. ## Kreditgeber und Investoren reagieren zurückhaltend Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollten, "um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld", sagte Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Kreditgeber seien plötzlich zurückhaltender. "Das merken selbst die staatlichen Akteure", so der Baupräsident weiter. "Schon die Pläne irritieren die Märkte". Internationale Investoren wendeten sich ab. "Leider versteht man im Ausland auch das föderale System in Deutschland nicht so ganz. Deswegen setzt sich die Überzeugung fest, nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg und München könnten Wohnbestände von Immobilienkonzernen bald vergesellschaftet werden", so Demuth weiter. "echt gefährlich." ### Verstaatlichungskosten und Folgen für den Wohnungsbau Die Wohnungsnot in Berlin zu lindern, könne so nicht gelingen. Die Verstaatlichung von 200.000 Wohnungen würde 20 bis 30 Milliarden Euro kosten. "Dann ist aber noch keine einzige Wohnung saniert und keine neu gebaut. Dafür hätte das Land kein Geld mehr", sagte Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Privatwirtschaft würde sich aus dem Baugeschäft zurückziehen – warum sollte sie auch bauen, wenn Vergesellschaftungen drohen?", so der Baupräsident weiter. ### Forderung nach attraktiven Rahmenbedingungen Es gebe nur einen Weg aus der Misere: "Das Bauen muss wieder attraktiv gemacht werden. Und zwar für alle: Für Privatleute, für Genossenschaften und für institutionelle Anleger", so Demuth. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück