# Bauernverband drängt wegen Iran-Krieg auf CO2-Preisstopp Datum: 11.03.2026 00:22 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bauernverband-draengt-wegen-iran-krieg-auf-co2-preisstopp-689881/ --- Angesichts der stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Krieges fordert der Deutsche Bauernverband eine Entlastung für Landwirtschaft und Wirtschaft. Verbandspräsident Joachim Rukwied plädiert dafür, die CO2-Bepreisung beim Diesel vorübergehend auszusetzen, um die Kostenexplosion abzufedern. Hintergrund ist das nationale Emissionshandelssystem, über das Brennstoffe wie Benzin, Diesel und Erdgas mit einem CO2-Preis belegt werden. ## Bauernverband verlangt schnelle Entlastung beim Diesel Der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, hat angesichts der steigenden Energiepreise infolge des Iran-Krieges eine Aussetzung der CO2-Bepreisung gefordert. "Wir fordern die Bundesregierung auf, kurzfristig die CO2-Besteuerung beim Diesel für die Landwirtschaft und die gesamte Wirtschaft temporär auszusetzen", sagte er der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Eine solche Maßnahme würde nicht nur der Landwirtschaft helfen, sondern beispielsweise auch dem Transportgewerbe, so Rukwied weiter ("Rheinische Post"). ### Belastung durch Dieselpreise und niedrige Erzeugerpreise Gerade für die derzeitige Frühjahrsbestellung seien die sprunghaften Preissteigerungen beim Diesel besonders schmerzhaft, erklärte Rukwied. "Unsere Kosten für Betriebsmittel oder Energie steigen deutlich an, gleichzeitig haben wir bei den meisten landwirtschaftlichen Produkten Tiefstpreise. Das passt nicht zusammen", so der Verbandspräsident ("Rheinische Post"). Die aktuellen Kostensteigerungen könnten von der Landwirtschaft nach seinen Worten schlichtweg nicht getragen werden. "Zudem brauchen wir zwingend höhere Erzeugerpreise für unsere Produkte", sagte Rukwied ("Rheinische Post"). ### CO2-Bepreisung über Emissionshandelssystem Brennstoffe wie Benzin, Diesel und Erdgas, aber auch Abfälle fallen unter das nationale Emissionshandelssystem, das ab 2028 größtenteils vom Europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr (EU-ETS 2) abgelöst werden soll. Für jede Tonne CO2, die emittiert wird, müssen beispielsweise Gaslieferanten und Unternehmen der Mineralölindustrie Emissionszertifikate erwerben. Im Jahr 2026 gilt dabei ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. Weil das Angebot an Zertifikaten auf eine feste Menge begrenzt ist, kann eine höhere Nachfrage innerhalb des Korridors zu einem höheren CO2-Preis und eine niedrigere Nachfrage zu einem niedrigeren CO2-Preis führen. Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF), aus dem beispielsweise der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft gefördert wird. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück