# Banaszak warnt vor Protest-Kriminalisierung Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-29T00:22:05+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-29T00:22:09+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/banaszak-warnt-vor-protest-kriminalisierung-771892/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak fordert, die Anliegen junger Demonstranten ernst zu nehmen. Vor den für Samstag geplanten Protesten in 23 deutschen Großstädten warnt er vor einer pauschalen Kriminalisierung. CDU und CSU hatten zuvor vor möglichen Ausschreitungen gewarnt. ## Grüne kritisieren Union für Protest-Rhetorik Felix Banaszak, Vorsitzender der Grünen, hat vor einer voreiligen Kriminalisierung der für Samstag angekündigten Jugendproteste gewarnt. "Ich halte es für einen Fehler, auf die sehr berechtigten Anliegen, die da formuliert werden, jetzt nur mit Warnungen vor Gewalt zu reagieren", erklärte er gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Zwar dürfe Gewalt keine Rolle spielen, doch die Unzufriedenheit junger Menschen sei aus seiner Sicht verständlich. Banaszak betonte, der Generationenvertrag funktioniere für junge Menschen an vielen Stellen nicht mehr. Sie hätten den Eindruck, dass im Zweifel Geld für andere Bereiche vorhanden sei, nicht jedoch für ihre Belange. "Dann wundert man sich, dass es keine positive Reaktion gibt, wenn man fragt, ob sie nicht mal was für ihr Land tun wollen", sagte er. ### Union warnt vor Ausschreitungen Die Initiative "Gen Z regelt" hat Proteste in 23 deutschen Großstädten organisiert. Aus den Reihen von CDU und CSU gibt es jedoch Warnungen vor möglichen Ausschreitungen, ähnlich wie zuletzt in Frankreich. "Die Rhetorik der Union, diese Proteste präventiv schon mal zu kriminalisieren und in die Ecke von marodierenden Banden zu treiben, treibt die Leute im Zweifel sogar in eine Radikalisierung, die man verhindern könnte, wenn man sich mit ihren berechtigten Anliegen mal politisch vernünftig auseinandersetzen würde", erklärte Banaszak. Eine pauschale Kriminalisierung könne die Radikalisierung junger Menschen sogar begünstigen, statt sie zu verhindern. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück