# Babypause kann Vermögen um 222.000 Euro mindern Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-24T08:33:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-24T08:33:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/babypause-kann-vermoegen-um-222-000-euro-mindern-770266/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Eine Babypause kann den langfristigen Vermögensaufbau deutlich schmälern. Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox zeigen laut einem Bericht der Funke-Mediengruppe, dass bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren bis zu 222.000 Euro weniger im Depot sein können. Entscheidend ist dabei der Zinseszins-Effekt. ## Auszeit von einem Jahr kostet 17.700 Euro Wer mit 25 Jahren beginnt, monatlich 300 Euro in einen ETF-Sparplan einzuzahlen, kommt laut Verivox bei einer angenommenen jährlichen Rendite von 7,5 Prozent bis zum Rentenbeginn auf ein Depot von gut 991.000 Euro. Reduziert eine Sparerin mit 30 Jahren die Rate im ersten Jahr der Babypause um 35 Prozent auf 195 Euro, fehlen nach zwölf Monaten 1.260 Euro. Verivox geht davon aus, dass das Elterngeld 65 Prozent des letzten Einkommens abdeckt und dadurch weniger Geld zum Sparen bleibt. Bis zur Rente summiert sich der Verlust durch den Zinseszins auf rund 17.700 Euro – selbst wenn danach wieder 300 Euro monatlich eingezahlt werden. ### Längere Pausen verstärken die Lücke Dauert die berufliche Auszeit länger als zwölf Monate, entfällt das Elterngeld in der Modellrechnung vollständig und die Sparerin setzt ihre Einzahlungen aus. Bei einer dreijährigen Pause fehlen bis zur Rente gut 108.000 Euro im Depot. Bei einer sechsjährigen Auszeit bis zur Einschulung des Kindes sind es sogar 222.000 Euro – obwohl in diesem Zeitraum nur 19.260 Euro weniger eingezahlt wurden als ohne Pause. ### Finanzexpertin erklärt den Zinseszins-Effekt Entscheidend seien nicht allein die ausgefallenen Sparraten, sagte Melanie Ulbrich, Finanzexpertin bei Verivox, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wer im Zuge der Familiengründung für mehrere Jahre weniger oder gar nichts investiere, verzichte auch auf jahrzehntelange Erträge. Deshalb könne aus einigen Tausend Euro niedrigeren Einzahlungen langfristig eine um ein Vielfaches größere Vermögenslücke entstehen. Verivox unterstellt für die Modellrechnung eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,5 Prozent. Die tatsächliche Wertentwicklung kann aufgrund schwankender Aktienkurse davon abweichen. Steuern bleiben in der Rechnung unberücksichtigt. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück