# Autoindustrie-Krise macht Eigenheime in vielen Regionen erschwinglicher Datum: 28.07.2026 07:44 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/autoindustrie-krise-macht-eigenheime-in-vielen-regionen-erschwinglicher-736106/ --- Die Krise der deutschen Autoindustrie wirkt sich zunehmend auf den Häusermarkt aus. Einer Studie von Interhyp und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge bremst eine schwächere wirtschaftliche Perspektive in wichtigen Automobilregionen die Nachfrage nach Wohneigentum und dämpft den Preisanstieg. Bundesweit zeigt sich bei der Erschwinglichkeit von Einfamilienhäusern trotz gestiegener Preise und Zinsen ein insgesamt stabiles Bild, zugleich verschlechtert sich die Lage jedoch in vielen Regionen. ## Schwächere Perspektiven dämpfen Nachfrage Laut der Studie von Baufinanzierungsvermittler Interhyp und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW), über die das „Handelsblatt“ berichtet, hinterlässt die Krise der deutschen Autoindustrie zunehmend Spuren auf dem Häusermarkt. Der Grund sei demnach nicht ein sprunghafter Wohlstandsgewinn in den betroffenen Regionen, sondern eine schwächere wirtschaftliche Perspektive, die die Nachfrage nach Wohneigentum bremse und den Preisanstieg dämpfen solle. „Die aktuell schwächeren wirtschaftlichen Perspektiven dürften die Nachfrage und damit auch die Kaufpreisentwicklung gebremst haben“, sagt Jörg Utecht, Chef von Interhyp, laut „Handelsblatt“. An wichtigen Automobilstandorten wie Wolfsburg, Ingolstadt, Schweinfurt oder Stuttgart könnten sich Interessenten Einfamilienhäuser inzwischen wieder leichter leisten. ### Index zeigt insgesamt stabile Erschwinglichkeit Bundesweit zeigt sich der Studie zufolge bei der Erschwinglichkeit von Häusern ein vergleichsweise überraschend stabiles Bild. Der Erschwinglichkeitsindex für Einfamilienhäuser liegt trotz gestiegener Preise und Zinsen mit 103 Punkten nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Höhere Bauzinsen und gestiegene Kaufpreise würden derzeit noch weitgehend durch steigende Löhne ausgeglichen, heißt es in dem Gutachten von Interhyp und IW. Dennoch hat sich die Erschwinglichkeit in 251 der 400 untersuchten Landkreise und kreisfreien Städte binnen eines Jahres verschlechtert. Grundlage des Index ist den Angaben zufolge das Verhältnis der monatlichen Kreditrate zum Nettoeinkommen eines Modellhaushalts. Ein Wert von 100 markiert die Schwelle, bei der der Erwerb eines Eigenheims als erschwinglich gilt. Werte darüber stehen für eine geringere finanzielle Belastung, Werte darunter für eine höhere. ### Großstädte besonders angespannt Besonders angespannt ist die Lage laut der Studie in den sieben größten deutschen Städten Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Stuttgart und München. Dort erreicht der Index lediglich 80 Punkte, im Umland 89 Punkte. Abseits der Ballungsräume ist Wohneigentum dagegen deutlich erschwinglicher. In Großstädten ab 100.000 Einwohnern liegt der Index bei 105 Punkten, im Umland bei 111 und in den übrigen Landkreisen bei 118 Punkten. Nach Angaben von Interhyp lebt damit rund 45 Prozent der betrachteten Modellhaushalte in Regionen, in denen der Kauf eines Einfamilienhauses als erschwinglich gilt. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück