# Autoindustrie atmet kurz auf Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-04T08:02:11+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-04T08:02:15+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/autoindustrie-atmet-kurz-auf-774201/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Geschäftsklimaindex der deutschen Automobilindustrie hat sich im Oktober 2026 deutlich verbessert. Dennoch warnt das Ifo-Institut vor anhaltender Unsicherheit in der Branche. Eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich könnte die Stimmung vorübergehend gestützt haben. ## Index springt auf -4,1 Punkte Das Münchner Ifo-Institut meldet für Oktober 2026 einen deutlichen Anstieg des Geschäftsklimaindex in der deutschen Automobilindustrie. Der Saldo stieg von -33,2 Punkten im September auf -4,1 Punkte. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage besser als im Vormonat und zeigten sich für die kommenden Monate weniger pessimistisch. Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl betonte jedoch: “Von Entwarnung in der Automobilindustrie kann jedoch keine Rede sein, denn die starken monatlichen Schwankungen im Geschäftsklima deuten auf eine sehr hohe Unsicherheit in der Branche hin”. Als möglicher Grund für die verbesserte Stimmung gilt eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich auf eine gemeinsame Automobilstrategie. Diese sieht vor, dass Autohersteller ihre CO₂-Emissionen bis 2035 um 90 Prozent im Vergleich zu 2021 senken müssen – ein Vorschlag, den die EU-Kommission bereits im Dezember 2025 unterbreitet hatte. Neu ist, dass die verbleibenden zehn Prozent [[fidelity:8]]. Zudem sollen staatliche Förderungen stärker an das Kriterium "Made in Europe" geknüpft werden. ### Unsicherheit bleibt hoch Trotz des aktuellen Aufwärtstrends warnt das Ifo-Institut vor verfrühten Hoffnungen. Die monatlichen Schwankungen des Index hätten seit Mitte 2026 wieder deutlich zugenommen. Wölfl erklärte: "Die Einigung verschafft der Autoindustrie zwar ein gewisses Zeitfenster". "Sie ändert jedoch nichts an der zentralen Herausforderung der Branche, im Technologiewettbewerb wieder an die Spitze aufzuschließen.". Die Expertin geht davon aus, dass die Branche weiterhin mit großer Unsicherheit konfrontiert ist. Eine nachhaltige Stabilisierung sei nicht in Sicht. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück