# Ausschreitungen beim DFB-Pokalderby in Mannheim Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-22T10:02:04+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-22T10:02:09+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/ausschreitungen-beim-dfb-pokalderby-in-mannheim-746216/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Das DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern ist am Freitagabend von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Dabei wurden Dutzende Beamte verletzt, mehrere Fans festgenommen und Pyrotechnik eingesetzt. ## Pyrotechnik und Rudelbildung eskalieren Rund 23.500 Zuschauer, darunter etwa 3.500 Gästefans, verfolgten die Partie im ausverkauften Carl-Benz-Stadion. Das um 18 Uhr angepfiffene Spiel verlief in der Vorspielphase zunächst ohne größere Störungen. Auch ein Fanmarsch von rund 2.000 Anhängern des 1. FC Kaiserslautern vom Bahnhof Ludwigshafen-Mitte zum Mannheimer Hauptbahnhof blieb ohne nennenswerte Zwischenfälle. Während des Spiels zündeten Fans immer wieder teils massive Pyrotechnik. Nach Ende der regulären Spielzeit kam es auf dem Spielfeld zu einer Rudelbildung, die aggressive Stimmung griff auf die Ränge über. Mannheimer Anhänger warfen Becher in Richtung der Bank des 1. FC Kaiserslautern, woraufhin Gästefans Raketen auf die Haupttribüne abfeuerten. Anschließend stürmten Heimfans den Rasen; die Polizei drängte sie mit "Zwangsanwendung" in den Heimblock zurück. Die Einsatzkräfte waren zuvor aus dem Heimblock heraus mit pyrotechnischen Gegenständen und Raketen beschossen worden. ### Verletzte, Festnahmen und Ermittlungen Dabei wurden 33 Beamte der Bundespolizei und zwei Polizeibeamte aus Baden-Württemberg leicht verletzt. Der Anpfiff der Verlängerung musste kurzzeitig verschoben werden; nach Wiederaufnahme gab es keine weiteren Zwischenfälle. Nach Spielende brannte im Gästefanblock eine Choreografie, die die Berufsfeuerwehr Mannheim löschte. Die Polizei leitete Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ein. Mehrere Fußballfans wurden vorläufig festgenommen. Insgesamt mussten 85 Menschen medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Rund 1.400 Polizeibeamte waren im Einsatz. Gesamteinsatzleiter Michael Reichert sagte: „Die intensive Vorbereitung aller beteiligten Institutionen und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten haben sich ausgezahlt. Unser taktisches Konzept ging voll auf“. Im Umfeld des Stadions kam es zeitweise zu Verkehrssperrungen und Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück