# AsylbLG: 390.000 Empfänger Ende 2025 Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-10T14:32:05+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-10T14:32:10+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/asylblg-390-000-empfaenger-ende-2025-754043/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Am Jahresende 2025 erhielten rund 390.000 Menschen in Deutschland Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Gegenüber 2024 war das ein Rückgang um 15 Prozent. Syrien war mit 17 Prozent das häufigste Herkunftsland. ## Rückgang und Herkunftsländer Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte mit, dass die Zahl der Leistungsbezieher um 71.400 Personen sank. 61 Prozent der Empfänger waren männlich, 39 Prozent weiblich. 31 Prozent waren minderjährig, 62 Prozent zwischen 18 und 49 Jahren alt und 7 Prozent 50 Jahre oder älter. Fast die Hälfte (48 Prozent) der Leistungsbezieher stammte aus Asien, 30 Prozent aus Europa und 17 Prozent aus Afrika. Neben Syrien (17 Prozent) folgten die Türkei (15 Prozent), Afghanistan (10 Prozent) und der Irak (7 Prozent). 5 Prozent aller Leistungsberechtigten kamen aus der Ukraine. ### Regelleistungen und Sonderregelungen Regelleistungen nach dem AsylbLG umfassen Grundleistungen zur Deckung des persönlichen Bedarfs sowie Leistungen in besonderen Fällen. Letztere sind Personen vorbehalten, die sich seit mindestens 36 Monaten ohne wesentliche Unterbrechung in Deutschland aufhalten und die Aufenthaltsdauer nicht rechtsmissbräuchlich selbst beeinflusst haben. Hilfebedürftige Geflüchtete aus der Ukraine mit Aufenthaltserlaubnis oder Fiktionsbescheinigung wechselten spätestens am 31. August 2022 vom AsylbLG in das Sozialgesetzbuch (SGB II oder SGB XII) und erhielten Bürgergeld oder Sozialhilfe. Neu ankommende Ukrainer erhalten AsylbLG-Leistungen nur noch, bis die Aufenthaltserlaubnis erteilt und die Einordnung geklärt ist. ### Besondere Leistungen Besondere Leistungen nach dem AsylbLG können unabhängig von der Aufenthaltsdauer in speziellen Bedarfssituationen gewährt werden, etwa bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt. Ende 2025 erhielten rund 214.800 Personen solche Leistungen, 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Darunter waren etwa 10.000 Personen, die keine Regelleistungen bezogen und ausschließlich Anspruch auf besondere Leistungen hatten. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück