# ASB fordert Vorbereitung auf Zivildienst Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-11-08T13:02:04+01:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-11-08T13:02:08+01:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/asb-fordert-vorbereitung-auf-zivildienst-775668/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) unterstützt die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) für einen freiwilligen Gesellschaftsdienst. Gleichzeitig fordert der Verband frühzeitige Vorbereitungen für einen möglichen verpflichtenden Zivildienst. ASB-Chef Knut Fleckenstein lehnt eine Rückkehr zum alten System ab und plädiert für Anpassungen wie bessere Vergütung und längere Dienstzeiten. ## Freiwilligkeit bevorzugt, aber Planung nötig Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) begrüßt die Initiative von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), einen neuen freiwilligen Gesellschaftsdienst einzuführen. Gleichzeitig warnt der Verband davor, mögliche Pläne für einen verpflichtenden Zivildienst auf die lange Bank zu schieben. “Freiwilligkeit ist uns lieber, aber wir müssen uns rechtzeitig mit dieser Frage beschäftigen”, erklärte ASB-Bundesvorsitzender Knut Fleckenstein gegenüber der Funke-Mediengruppe. Er betonte, man könne nicht warten, bis ein solcher Dienst starte, sondern müsse rechtzeitig Erfahrungen aus dem Bundesfreiwilligendienst und dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) einbeziehen. Fleckenstein lehnt eine Rückkehr zum abgeschafften Zivildienst in seiner alten Form ab. Stattdessen solle der neue Dienst flexibler gestaltet werden, um sowohl junge als auch ältere Menschen einzubinden. ### Anpassungen bei Dauer und Vergütung gefordert Für den geplanten Gesellschaftsdienst schlägt der ASB vor, sich am bestehenden Bundesfreiwilligendienst und FSJ zu orientieren – allerdings mit wichtigen Änderungen. "Wir wollen die jungen Menschen stärker ausbilden in dieser Zeit, sie in den Bevölkerungsschutz mit einbeziehen", sagte Fleckenstein. Die Dauer des Dienstes dürfe nicht zu kurz sein, um eine sinnvolle Ausbildung und Einbindung in den Bevölkerungsschutz zu ermöglichen. Ein zentraler Punkt ist die Vergütung. Derzeit reiche das Entgelt offenbar nicht aus, um den Lebensunterhalt zu decken. Fleckenstein fordert eine Anhebung, die regional unterschiedlich ausfallen könnte – besonders in Großstädten mit hohen Lebenshaltungskosten. ### ASB könnte Plätze verdoppeln Der ASB zeigt sich offen für eine Ausweitung des Gesellschaftsdienstes. Sollte der Dienst kommen, sei der Verband in der Lage, die Zahl der Teilnehmer deutlich zu erhöhen. Derzeit absolvieren rund 1.500 Personen ein FSJ oder den Bundesfreiwilligendienst beim ASB. Diese Zahl ließe sich "problemlos" verdoppeln, so Fleckenstein. Auch ältere Menschen sollen in das Konzept einbezogen werden. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück