# Ardian verstärkt Deutschland-Investitionen mit großem Windparkprojekt in Sachsen Datum: 18.05.2026 16:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/ardian-verstaerkt-deutschland-investitionen-mit-grossem-windparkprojekt-in-sachsen-713892/ --- Der französische Großinvestor Ardian baut sein Engagement in Deutschland deutlich aus. Über seinen Infrastruktur-Fonds ACEEF steigt das Unternehmen in ein Windparkprojekt in Sachsen ein und bereitet zugleich einen neuen europäischen Private-Equity-Fonds mit klarem Deutschland-Schwerpunkt vor. Die größte Volkswirtschaft der EU bleibe für Ardian von höchster Bedeutung, wie Unternehmensvertreter betonen. ## Windparkprojekt in Sachsen über Infrastruktur-Fonds Der französische Großinvestor Ardian stärkt seine Präsenz in Deutschland mit einem neuen Engagement im Bereich erneuerbare Energien. Über seinen Infrastruktur-Fonds ACEEF investiert der Konzern in ein Windparkprojekt in Sachsen, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagsausgabe) berichtet. Der Fonds kooperiert mit dem sächsischen Projektentwickler 3Energy und hat eine 100-prozentige Beteiligung an den Projekten erworben, einschließlich Grundstücken, Genehmigungen und weiteren wesentlichen Verträgen. Eine entsprechende Vereinbarung gibt der Investor laut „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in Kürze bekannt. Die Windparks werden in den Landkreisen Zwickau, Mittelsachsen und Nordsachsen errichtet. Der Baubeginn des ersten der vier Projekte ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Am Ende sollen 132 Megawatt Gesamtkapazität installiert sein. ### Neuer Buyout-Fonds mit Fokus auf Deutschland Außerdem hat Ardians neuer europäischer Private-Equity-Fonds Deutschland als einen der Schwerpunkte im Blick. Für diesen Buyout-Fonds VIII sammeln die Franzosen schon Geld ein. Angepeilt ist dem Vernehmen nach ein Volumen in derselben Größenordnung wie der Vorgängerfonds VII mit seinen 6,5 Milliarden Euro. Er soll wieder einen höheren Anteil in Deutschland investieren, mehr als der VII-er-Fonds. „Das ist unser Ziel, absolut„, sagte Vorstandsmitglied und Deutschlandchef Jan Philipp Schmitz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Zehn bis 20 Prozent“ seien angepeilt. Für Frankreich als Heimatmarkt ist etwa ein Drittel vorgesehen. Im Durchschnitt soll der Fonds nach Schmitz` Worten 400 bis 500 Millionen Euro Eigenkapital je Transaktion bereitstellen, der jeweilige Unternehmenswert im Schnitt doppelt so hoch ausfallen. ### Breites Geschäft in Deutschland trotz Zurückhaltung bei Direktbeteiligungen In den vergangenen zwei bis drei Jahren hatte sich der Investor mit Direktbeteiligungen in Deutschland zurückgehalten, wie Schmitz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte. Das habe aber nur für dieses klassische Private-Equity-Geschäft gegolten. „Als Ardian-Gruppe waren wir in Deutschland in den letzten Jahren sehr aktiv„, sagte der Manager und verwies unter anderem auf das Privatkreditgeschäft. „Im Private-Credit-Bereich war der deutsche Markt einer der aktivsten für uns.„ Ardian ist aus der Private-Equity-Sparte der Versicherungsgesellschaft Axa hervorgegangen und hat historisch den Kern in Unternehmensbeteiligungen. Die Gesellschaft hat jedoch früh andere Geschäftsfelder erschlossen, namentlich Infrastruktur, Immobilieninvestments, Privatkredite und Beteiligungen an bestehenden Private-Equity-Fonds. Die größte Volkswirtschaft der EU bleibt nach Ardians Darstellung von höchster Bedeutung. „Wir sind hier 80 Leute, der deutsche Markt ist für Ardian superwichtig und ist es seit 25 Jahren„, sagte Schmitz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Ardian habe sich dem deutschen Markt verpflichtet. „Wir wollen ihn weiter eher aufbauen und weiter vergrößern.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück