# Anklage gegen Rädelsführer der Reichsbürgergruppe „Königreich Deutschland“ Datum: 22.07.2026 11:44 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/anklage-gegen-raedelsfuehrer-der-reichsbuergergruppe-koenigreich-deutschland-734799/ --- Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen vier mutmaßliche Rädelsführer der „Reichsbürger“-Gruppierung „Königreich Deutschland“ (KRD) erhoben. Den Beschuldigten werden unter anderem unerlaubte Einlagengeschäfte, bandenmäßige Urkundenfälschung, ein unerlaubtes Versicherungsgeschäft, Steuerhinterziehung sowie das Vorenthalten von Arbeitsentgelt vorgeworfen. Die Anklage richtet sich an den Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. ## Anklage gegen vier Deutsche vor Staatsschutzsenat Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat nach eigenen Angaben Anklage gegen vier Deutsche erhoben, die als mutmaßliche Köpfe der „Reichsbürger“-Gruppierung „Königreich Deutschland“ gelten. Ihnen wird vorgeworfen, sich als Rädelsführer in einer kriminellen Vereinigung betätigt zu haben, teilte die Karlsruher Behörde am Mittwoch mit. Die Anklage erfolgt vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf. ### Vorwürfe: Finanzgeschäfte, Urkundenfälschung und Steuerdelikte Peter F. und Mathias B. sollen unerlaubte Einlagengeschäfte betrieben und gemeinsam mit Benjamin M. mehrere Fälle der bandenmäßigen Urkundenfälschung begangen haben. Zudem wird Peter F. der Betrieb eines unerlaubten Versicherungsgeschäfts, zahlreiche Fälle der Steuerhinterziehung sowie das Vorenthalten von Arbeitsentgelt zur Last gelegt. Mathias B. soll bei vielen dieser Taten als Gehilfe fungiert haben. ### „Pseudostaatliche Strukturen“ und Millionen-Einnahmen Die Vereinigung „Königreich Deutschland“ war 2012 gegründet worden und hatte sich als souveräner Staat gesehen. Sie strebte an, das System der Bundesrepublik Deutschland durch ein eigenes zu ersetzen. Die Gruppe errichtete den Ermittlern zufolge „pseudostaatliche Strukturen“, darunter ein Bank- und Versicherungssystem sowie ein Meldeamt mit fiktiven Ausweisdokumenten. Zwischen 2020 und 2025 soll die Vereinigung rund zehn Millionen Euro eingenommen haben. Die Angeschuldigten wurden im Mai 2025 festgenommen und befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück