# Angela Merkel lässt offizielles Kanzleramt-Porträt malen Datum: 24.06.2026 14:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/angela-merkel-laesst-offizielles-kanzleramt-portraet-malen-725465/ --- Angela Merkel (CDU) ist fünf Jahre nach dem Ende ihrer Kanzlerschaft für die Ahnengalerie im Bundeskanzleramt porträtiert worden. Das von dem 28-jährigen Künstler Jérémy Queyras geschaffene Gemälde wird zunächst im Bode-Museum in Berlin gezeigt und soll frühestens ab Oktober im Kanzleramt zu sehen sein. Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, stand Merkel dafür über Monate Modell und äußerte sich nun erstmals zu dem Projekt. ## Monatelange Porträtsitzungen in Berlin Angela Merkel hatte Spekulationen über ihr Kanzlerporträt lange unkommentiert gelassen. Wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet, ließ sie sich nun für die sogenannte Ahnengalerie im Bundeskanzleramt malen. Monatelang stand sie dafür Modell. Den Auftrag für das Porträt erhielt der 28 Jahre alte Künstler Jérémy Queyras, der bislang als eher unbekannt beschrieben wird. Seit dem Sommer 2025 traf er die ehemalige Bundeskanzlerin immer wieder und porträtierte sie in einem eigens eingerichteten Atelier in Berlin. Das entstandene Gemälde soll vom kommenden Dienstag an im Bode-Museum in Berlin ausgestellt werden und frühestens ab Oktober in der Ahnengalerie des Kanzleramts hängen. ### Von der Bewerbung bis zur Entscheidung Gegenüber der Wochenzeitung „Die Zeit“ schilderte Merkel den Weg zu der Zusammenarbeit mit Queyras. Demnach habe sich der Maler bereits 2022 informell bei ihr beworben. Erst im Juni 2025, nach einer ersten Begegnung, habe sie sich jedoch für ihn entschieden, sagte sie der „Zeit“. Queyras wuchs nach Angaben der „Zeit“ in Freiburg auf, studierte Kunst in London und Paris und zog für den Porträt-Auftrag nach Berlin. Neben der Malerei beschäftigt er sich mit der Rolle von KI in der Kunst und hat an zahlreichen Performances teilgenommen. ### "Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird" Auf die Frage, wie es sich anfühle, demnächst als Porträt in die Ahnengalerie des Kanzleramts einzuziehen, sagte Merkel der „Zeit“: „Es ist komisch, wenn man langsam Geschichte wird.“ Zugleich beschrieb sie ihren Umgang mit dieser Situation mit einem lakonischen Satz. Sie versuche, es mit Gleichmut zu nehmen: „Da häng ich dann eben.“ --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück