# Amthor warnt: Keine Zusammenarbeit der CDU mit der AfD Datum: 17.06.2026 10:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/amthor-warnt-keine-zusammenarbeit-der-cdu-mit-der-afd-723353/ --- Der CDU-Politiker Philipp Amthor hat eine klare Absage an jede Form der Zusammenarbeit seiner Partei mit der AfD erteilt und stattdessen eine deutliche Abgrenzung vom Rechtsextremismus gefordert. In einem Streitgespräch mit dem Politikwissenschaftler Christian Stecker in der „FAZ“ widersprach er Überlegungen, eine Minderheitsregierung unter Einbeziehung der AfD zu bilden. Im Mittelpunkt stand der Umgang der Union mit der AfD auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. ## Amthor warnt vor fehlender Abgrenzung vom Rechtsextremismus Philipp Amthor Der CDU-Politiker wandte sich dabei insbesondere gegen Überlegungen, die AfD unter bestimmten Bedingungen politisch einzubinden. Praktische Politik lasse sich nicht rein programmatisch definieren, sagte er. „Praktische Politik funktioniert nicht wie ein Wahl-O-Mat, in den man Parteiprogramme schüttet und am Ende automatisch Gemeinsamkeiten herausbekommt“, so Amthor in der „FAZ“. ### Streit über Minderheitsregierung und „Brandmauer“ Christian Stecker Amthor widersprach dieser Einschätzung deutlich. „Sie zeichnen ein völlig falsches Bild von der AfD. Das Märchen, sie sei eine konstruktive politische Kraft, ist eine falsche Selbsterzählung der AfD“, entgegnete der CDU-Politiker nach Angaben der „FAZ“. Beim Umgang mit der AfD sei nicht ihre Position zu Einzelthemen entscheidend, sondern die grundlegende Ausrichtung. „Was Typen wie Björn Höcke über behinderte Menschen sagen, offenbart doch, wie unterschiedlich die Blicke von AfD und Christdemokratie auf die Menschenwürde sind“, sagte Amthor in dem Streitgespräch mit der „FAZ“. ### Kommunalpolitik und Begriff der „Brandmauer“ Gleichzeitig plädierte Amthor für eine differenzierte Betrachtung im kommunalen Bereich. Er distanzierte sich vom Begriff „Brandmauer“, der häufig für die Abgrenzung von anderen Parteien zur AfD verwendet wird. „Der Begriff erweckt den Eindruck, dass wir Mauern rund um diesen Brand errichten. Sinnvoller ist es, darüber nachzudenken, wie wir den Brand hinter der Mauer löschen“, sagte Amthor laut „FAZ“. Mit Blick auf Abstimmungen in Gemeindevertretungen mahnte der CDU-Politiker mehr Gelassenheit an. In „ausgewählten Zusammenhängen der Kommunalpolitik“ sei eine differenzierte Betrachtung notwendig, so Amthor. „Es ist der Akzeptanz unserer demokratischen Institutionen nicht zuträglich, jede Gemeindevertretung wie den Deutschen Bundestag zu behandeln. Die Beleuchtung einer Straße sollte nicht überpolitisiert werden“, sagte er der „FAZ“. Er halte es zudem für „kleinlich und für geradezu überzogen, wenn in solchen oder ähnlichen Fällen reflexartig gesagt wird: Oh, da hat jetzt aber die SPD oder die CDU mit der AfD abgestimmt“, so Amthor laut „FAZ“. Er sprach von „so eine Art historische Erwartung, dass das Pendel jetzt unaufhaltsam ins Rechtspopulistische ausschlägt“ und verwies auf Ungarn, wo ein Christdemokrat einen großen Sieg errungen habe. „Wir sollten nicht auf die AfD starren wie das Kaninchen auf die Schlange“, sagte der CDU-Politiker in dem Streitgespräch mit der „FAZ“. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück