Am beliebten Osnabrücker Ausflugsziel Rubbenbruchsee wundern sich Besucherinnen und Besucher: Seit wann ist der Parkplatz am Café kostenpflichtig – und warum? Wer kassiert die Gebühren? Und weshalb ist plötzlich nur noch bargeldloses Zahlen möglich?
Neue Parkordnung seit April
Klar ist inzwischen: Seit dem 8. April gilt auf dem Parkplatz am Café und Restaurant Rubbenbruchsee eine neue Regelung. Alle 60 Stellplätze sind seitdem grundsätzlich kostenpflichtig. „Unsere Gäste sollen entspannt ankommen – ohne langes Suchen nach freien Plätzen“, betont Café-Inhaberin Ljubica Kenk auf Anfrage unserer Redaktion. „Die neue Regelung sorgt dafür, dass die vorhandenen Stellplätze wieder überwiegend von Besucherinnen und Besuchern genutzt werden, für die sie auch vorgesehen sind. Das reduziert den Parkdruck erheblich und verbessert die Aufenthaltsqualität für alle.“
Kostenfrei für Gäste
Wirklich für das Parken bezahlen müssen Gäste des Cafés oder der benachbarten Minigolfanlage allerdings nicht: Wer vor Ort konsumiert, kann sich das Parkticket vollständig entwerten lassen. Die 100-Prozent-Rabattierung erfolgt im Café. Für alle anderen gilt: Bezahlt wird an der Ausfahrtschranke – und zwar ausschließlich bargeldlos. Eine Begründung für den Verzicht auf Barzahlung nennt die Betreiberin nicht ausdrücklich, doch moderne Schrankenanlagen setzen häufig auf digitale Bezahlsysteme.
Wer betreibt die Anlage?
Für Verwirrung sorgt die Frage nach den Zuständigkeiten. Die Schrankenanlage wird zwar von der Osnabrücker Parkstätten-Betriebsgesellschaft (OPG) betrieben, doch diese sieht sich nicht als Verantwortliche für den Parkplatz selbst. Ein OPG-Sprecher stellt klar: „Wir als OPG sind nicht Betreiber des Parkplatzes, sondern fungieren lediglich als reiner technischer Dienstleister. Der Parkplatzbetrieb obliegt dem Café am Rubbenbruchsee.“ Damit liegt die Verantwortung für Einnahmen, Regelungen und vermutlich auch für Investitionen und Wartung letztlich wohl beim Cafébetrieb – abschließend geklärt ist das jedoch nicht, weil die OPG die Zuständigkeit von sich weist, die Café-Inhaberin sich dazu nicht äußert und eine Nachfrage bei der Stadt bislang unbeantwortet geblieben ist.
Parken und um die Uhr ist neu
Ursprünglich war die Schranke am Parkplatz kostenlos und sollte vor allem eines regeln: Während der Öffnungszeiten des Cafés sollten maximal 60 Autos gleichzeitig dort parken können. Sie diente also lediglich der Begrenzung der Stellplätze, nicht der Gebührenkontrolle. Mit der neuen Regelung hat sich das geändert – die Schranke ist nun rund um die Uhr in Betrieb und mit einer kostenpflichtigen Nutzung verbunden.
Wer den Rubbenbruchsee besuchen möchte, ohne das Café oder die Minigolfanlage zu nutzen, kann weiterhin auf eine kostenlose Alternative ausweichen: In unmittelbarer Nähe befindet sich ein selten genutzter P+R-Parkplatz, von dem aus das Naherholungsgebiet bequem zu Fuß erreichbar ist.
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