# Alkoholverbot in Hamburg-St. Georg zeigt erste Wirkung Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-08-26T12:16:34+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-08-26T12:16:34+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/alkoholverbot-in-hamburg-st-georg-zeigt-erste-wirkung-747610/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Polizei und Anwohner berichten von ruhigerer Lage am Hansaplatz. Seit der Ausweitung des Alkoholkonsumverbots am Hamburger Hauptbahnhof auf Teile des angrenzenden Stadtteils St. Georg im August hat sich die Situation spürbar verbessert. Dies bestätigen sowohl die Polizei als auch betroffene Anwohner. Innensenator Andy Grote (SPD) betonte bei einem Kontrollgang am Montagabend, dass die Lage am Hansaplatz nun ruhiger und sauberer sei. Früher hätten sich dort regelmäßig größere Gruppen alkoholisierter Menschen versammelt, was zu verschiedenen Problemen geführt habe, wie der Spiegel und n-tv berichten. "Es ist jetzt eine völlig andere Lage", so Grote. Auch Mehmet Simsit, Betreiber des „Hansa-Treff“ am Hansaplatz, sieht eine positive Entwicklung. ## Alkoholverbot nach Angriff auf Ladenbesitzer Die Trinkergruppen seien weniger geworden, und die Polizei kontrolliere konsequent. Simsit selbst hatte das Verbot initiiert, nachdem er im vergangenen Jahr vor seinem Laden von einem Betrunkenen mit einer Flasche im Gesicht verletzt worden war. "Zwei Millimeter höher hätte ich mein Auge verloren", erklärte er. Seitdem sammelte er Unterschriften für das Alkoholverbot, um die Sicherheit im Viertel zu erhöhen. Die Hamburger Allgemeine berichtet, dass das Verbot durch Bodentafeln und gelbe Schilder deutlich gekennzeichnet ist. Seit dem 1. ### Bußgelder bis 200 Euro bei Verstößen August gilt das Konsumverbot auch am Hansaplatz, am oberen Steindamm und am ZOB. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 200 Euro. Das Mitführen verschlossener Alkoholflaschen bleibt jedoch erlaubt. Die Polizei registrierte seit Jahresbeginn bereits über 250 Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit dem Alkoholkonsumverbot, davon rund 200 allein in den ersten drei Wochen nach der Ausweitung. Die Maßnahme ist zunächst auf ein Jahr befristet und soll fortlaufend evaluiert werden. Ziel ist es, die alkoholkonsumbedingten Belastungen für die Anwohner zu reduzieren und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. ### Suchtkranke erhalten weiterhin Hilfe Gleichzeitig betont die Innenbehörde, dass suchtkranke Menschen weiterhin Unterstützung erhalten sollen. Begleitend sind Befragungen von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Institutionen geplant. Die Sicherheitslage am Hauptbahnhof habe sich in den vergangenen zwei Jahren bereits spürbar verbessert, heißt es. Dazu hätten auch das Waffenverbot, die Videoüberwachung und die Einführung der „Quattro-Streifen“ beigetragen. Mit der Ausweitung der Maßnahmen auf St. Georg wolle die Stadt potenzielle Straftäter abschrecken und das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort stärken. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück