# AfD will Russland in europäische Sicherheitsordnung einbinden Datum: 17.06.2026 19:39 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/afd-will-russland-in-europaeische-sicherheitsordnung-einbinden-723551/ --- Die Bundesprogrammkommission der AfD hat zentrale Formulierungen für das neue Grundsatzprogramm zur Außen- und Sicherheitspolitik festgelegt. Demnach soll eine europäische Sicherheitsordnung nur unter Einbeziehung Russlands möglich sein, zugleich will die Partei an der Nato-Mitgliedschaft festhalten, aber die europäische Säule stärken. Vorgesehen sind zudem der Abzug alliierter Truppen aus Deutschland und eine erneute Verankerung der Wehrpflicht unter ausdrücklichem Hinweis auf das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung. ## AfD setzt auf Einbindung Russlands in Sicherheitsarchitektur Die Bundesprogrammkommission der AfD hat sich für das neue Grundsatzprogramm auf die Formulierung geeinigt, dass eine „stabile und zukunftsfähige europäische Sicherheitsarchitektur ohne Einbeziehung Russlands nicht zu erreichen“ sei. Mehrere Kapitel wurden innerhalb des Gremiums bereits beschlossen, berichtet der Podcast „Inside AfD“ des „Politico“. Die Kommission besteht aus Vertretern des Bundesvorstands, der Bundestagsfraktion, der Landesverbände und der Fachausschüsse. ### Nato-Mitgliedschaft, Abzug von Truppen und Atomwaffen Die Nato soll nach dem Ansinnen der AfD Teil der Sicherheitsarchitektur bleiben. „Die Mitgliedschaft in der Nato entspricht den außen- und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands, soweit sich die Nato auf ihre Aufgabe als Verteidigungsbündnis beschränkt“, soll es dazu wie im Grundsatzprogramm von 2016 heißen, berichtet „Inside AfD“ des „Politico“. Für das neue Programm sei nun die Ergänzung vereinbart, dass es eine Stärkung der europäischen Säule brauche – also eine Verlagerung der Gewichte innerhalb der Nato zulasten der USA. „Die AfD setzt sich für den Abzug aller noch auf deutschem Boden stationierten alliierten Truppen und insbesondere deren Atomwaffen ein“, soll es laut beschlossenem Entwurf weiterhin im Grundsatzprogramm heißen, so der Podcast „Inside AfD“ des „Politico“. ### Wehrpflicht und Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung Die langjährige Forderung nach einer Wiedereinsetzung der Wehrpflicht soll ebenfalls Teil des Grundsatzprogramms bleiben. AfD-Bundeschef Tino Chrupalla und der Chef des sächsischen Landesverbands, Jörg Urban, setzten sich in einer Abstimmung mehrheitlich durch, an der entsprechenden Stelle einen Verweis auf das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung zu ergänzen – und dass dieses Recht auch im Verteidigungsfall gelte, wie „Inside AfD“ des „Politico“ berichtet. Die Programmkommission tagte am Freitag der vergangenen Woche, weitere Termine für andere Kapitel sind in der Planung. Nach einer Mitgliederbefragung soll noch ein Beschluss des Bundesvorstands folgen. Endgültig soll das Programm dann erst auf dem Bundesparteitag im kommenden Jahr beschlossen werden. ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück