# AfD vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt klar in Führung Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-04T07:17:01+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-04T07:17:01+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/afd-vor-landtagswahl-in-sachsen-anhalt-klar-in-fuehrung-751382/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Umfragen sehen AfD bei 41–43 %, CDU bei 22–23 % – Alleinregierung unwahrscheinlich Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 liegt die AfD in den Umfragen deutlich vorne. Laut einer Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kommt die Partei auf 41 Prozent, wie der Merkur berichtet. Das Institut Insa sieht die AfD im Auftrag von Nius sogar bei 43 Prozent. Die CDU folgt mit 22 bis 23 Prozent auf Platz zwei, wie sowohl der MDR als auch die tagesschau melden. Damit verfehlt die AfD in allen Umfragen eine absolute Mehrheit, die für eine Alleinregierung nötig wäre. Die Linke liegt bei etwa 11 bis 11,5 Prozent, die SPD bei 8 bis 8,5 Prozent. Die Grünen kommen auf 6 Prozent, während BSW und FDP an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden. Eine Regierungsbildung ohne die AfD wäre laut MDR schwierig, da die CDU auf die Unterstützung der Linken angewiesen wäre – was jedoch gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundes-CDU verstößt. ## AfD will erstmals Ministerpräsidenten stellen Die AfD strebt dennoch an, erstmals einen Ministerpräsidenten in einem Bundesland zu stellen. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund betont im Wahlkampf, man wolle „klare Ordnung und Strukturen“ schaffen, wie die tagesschau zitiert. Parteichefin Alice Weidel hatte zuvor im ZDF-Sommerinterview angekündigt, die AfD wolle in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin regieren. Doch Experten wie der Politikwissenschaftler Marcel Lewandowsky sehen sowohl Chancen als auch Risiken: Einerseits könnte die AfD symbolpolitische Forderungen umsetzen, andererseits bestehe die Gefahr eines Scheiterns, etwa durch Personalmangel oder überzogene Erwartungen, wie die tagesschau weiter berichtet. ### Sachsen-Anhalts AfD als rechtsextrem eingestuft Der Landesverband Sachsen-Anhalt der AfD wird vom Verfassungsschutz seit 2023 als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft. Der Verband klagt gegen diese Einstufung, das Verfahren ist derzeit ausgesetzt. In der öffentlichen Diskussion wird die AfD zudem für Aussagen wie die von Landeschef Martin Reichardt kritisiert, der die deutsche Sprache als „aufgedunsenes, intersektional-feministisches Flittchen“ bezeichnete, wie die tagesschau dokumentiert. ### Umfragen zeigen Kopf-an-Kopf-Rennen in Sachsen-Anhalt Bei der hypothetischen Direktwahl des Ministerpräsidenten liegen Sven Schulze (CDU) und Ulrich Siegmund (AfD) laut MDR fast gleichauf: 41 Prozent würden Schulze wählen, 39 Prozent Siegmund. In der ZDF-Umfrage liegt Schulze mit 48 Prozent sogar deutlich vor Siegmund (34 Prozent). Die Umfragen spiegeln damit unterschiedliche Stimmungsbilder wider, die auch von der Methodik der Institute abhängen. ### CDU und AfD präsentieren gegensätzliche Wahlprogramme Die Spitzenkandidaten der Parteien haben in den letzten Tagen vor der Wahl noch einmal ihre Positionen betont. Während Siegmund eine Stopp der Ausgaben des Bundes im Ausland fordert, um den Bürgern mehr Geld zu lassen, setzt Schulze auf Investitionen in Arbeitsplätze und die Vertretung der Landesinteressen in Berlin, wie der MDR aus dem TV-Duell berichtet. Die Diskussionen zeigten deutliche Unterschiede in Themen wie Migration, Wirtschaft und Bildung. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück