# AfD-Bundesspitze verlangt Abbruch und Neuwahl der NRW-Landesliste Datum: 16.07.2026 21:24 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/afd-bundesspitze-verlangt-abbruch-und-neuwahl-der-nrw-landesliste-733151/ --- Die AfD-Bundesspitze dringt auf einen Abbruch der laufenden Aufstellungsversammlung für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und eine Neuwahl der Landesliste. Hintergrund sind nach Angaben der Parteiführung Berichte über Bedrohungen und erheblichen Druck auf stimmberechtigte Delegierte, die die Zulassung der Liste gefährden könnten. ## Parteispitze mahnt wegen möglicher Bedrohungen von Delegierten Die AfD-Bundesspitze fordert den Abbruch der Aufstellungsversammlung der AfD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und eine Neuwahl der Landesliste. Dies geht aus einem Schreiben hervor, über das die „Welt“ berichtet. Die Bundesvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla verschickten es demnach am Donnerstagabend an den Landesvorstand der NRW-AfD um Martin Vincentz. „Mehrere in ihrem Kern übereinstimmende Schilderungen sprechen dafür, dass stimmberechtigte Delegierte bedroht oder erheblich unter Druck gesetzt wurden“, heißt es in dem Brief, über den die „Welt“ berichtet. Auch Vincentz schließe in seinem letzten Schreiben mögliche Drohungen oder Handgreiflichkeiten nicht aus. Eine bloße Verurteilung solcher Vorgänge und der Verweis auf staatliche Ermittlungen reichten jedoch nicht aus, um die drohende Gefahr einer Nichtzulassung der Landesliste abzuwenden. ### Warnung vor Anfechtung der Liste Ein zwingendes Anliegen aller Beteiligten müsse es daher sein, „eine Anfechtung der Liste zur Unzeit und deren mögliche Folgen für eine Zulassung zur Wahl zu vermeiden“, schreiben Weidel und Chrupalla laut „Welt“ weiter. Der Bundesvorstand fordere den Landesvorstand auf, unmittelbar nach der Fortsetzung der Versammlung darauf hinzuwirken, dass diese wegen der existierenden Risiken abgebrochen werde, um die Landesliste in einer neuen Aufstellungsversammlung rechtlich einwandfrei aufzustellen. ### Forderung nach Mediation im NRW-Landesverband Zudem fordere man den Landesvorstand auf, „angesichts der krisenhaften Situation im Landesverband NRW seine ablehnende Haltung gegenüber einer Mediation zu überdenken“, heißt es im Brief der Parteispitze weiter, aus dem die „Welt“ zitiert. „Eine Überwindung derartiger Konflikte wird nach allen bisherigen Erfahrungen nicht durch Konfrontation, sondern durch Kompromisse erreicht.“ --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück