# 70 Jahre Luftwaffe: Feiern in Berlin und Fursty Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-09-25T14:16:38+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-09-25T14:16:38+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/70-jahre-luftwaffe-feiern-in-berlin-und-fursty-760117/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bundeswehr würdigt Jubiläum mit Zapfenstreich und historischen Rückblicken. Die Bundesluftwaffe begehte ihr 70-jähriges Bestehen mit verschiedenen Feierlichkeiten. Während Verteidigungsminister Boris Pistorius in Berlin-Gatow einen Großen Zapfenstreich abhielt, erinnerten sich in Fürstenfeldbruck ehemalige und aktuelle Soldaten an die Anfänge der Luftstreitkräfte. Wie der Merkur berichtet, begann die Geschichte der Luftwaffe am 24. September 1956 mit der Übergabe der ersten Pilotenschwinge an zehn erfahrene Flugschüler auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck. Diese waren zuvor in einer mehrmonatigen Ausbildung durch die US-Luftwaffe geschult worden, die mit der 7330th Flying Training Wing vor Ort präsent war. Die Amerikaner spielten eine zentrale Rolle beim Aufbau der deutschen Jet-Pilotenausbildung, wie der Luftfahrthistoriker Klaus Kropf von der Traditionsgemeinschaft Fursty Fliegerhorst erläutert. Die ersten Maschinen, darunter die Lockheed T-33, wurden zunächst von den USA bereitgestellt und trugen erst später deutsche Hoheitsabzeichen. Parallel dazu formierte sich die Flugzeugführerschule „B“ der Luftwaffe, die ab 1957 die Ausbildung übernahm. Die US-Fluglehrer unterstützten die deutschen Kollegen jedoch noch bis 1960. ## Luftwaffe übernimmt neue Hauptaufgaben In Berlin-Gatow würdigte Pistorius die wachsende Verantwortung der Luftwaffe, wie aero.de berichtet. Der Minister betonte, die Luftstreitkräfte seien heute weltweit im Einsatz, etwa bei Evakuierungen aus Krisenregionen oder beim Schutz der NATO-Ostflanke mit Systemen wie Patriot und Arrow. Die Landes- und Bündnisverteidigung sei vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wieder zur Hauptaufgabe geworden. Die ersten 100 Freiwilligen der neuen Luftwaffe hatten sich bereits am 2. Januar 1956 in Nörvenich gemeldet, wie die Bundeswehr angibt. ### Jubiläum der Luftwaffe in Ramstein gefeiert In Ramstein stand der Jahresempfang des Deutschen Anteils beim NATO-Hauptquartier Allied Air Command ganz im Zeichen des Jubiläums, wie das Wochenblatt-Reporter schreibt. Generalmajor Frank Gräfe, Stabschef bei AIRCOM, blicke in seiner Rede auf die Entwicklung der Luftwaffe zurück – von den Anfängen in Nörvenich über die Starfighter-Ära bis hin zu modernen Einsätzen. Auch der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert dankte den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz. ### Soldaten gedenken Olympia-Attentat in Fürstenfeldbruck Während die zentrale Feier in Berlin stattfand, besuchten Soldaten des Führungsunterstützungszentrums aus Köln den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck. Dort bot die Traditionsgemeinschaft Fursty einen Vortrag und eine Führung an, gefolgt von einer Erinnerung an das Olympia-Attentat mit einer Ausstellung im alten Tower. ### Gründungsdaten der Luftwaffe bleiben umstritten Die Unterschiede in den Quellen zeigen sich vor allem in den genauen Daten und Orten der Gründung: Während der Merkur den 24. September 1956 als Geburtsstunde der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck nennt, verweist aero.de auf den 2. Januar 1956 mit den ersten Freiwilligen in Nörvenich. Beide Daten markieren jedoch Meilensteine in der Entstehung der Luftstreitkräfte. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück