# 21 Millionen Euro für Wechseljahresforschung ab 2027 Typ: Artikel Veröffentlicht: 2026-10-15T08:42:13+02:00 Zuletzt aktualisiert: 2026-10-15T08:42:16+02:00 Kanonische URL: https://hasepost.de/21-millionen-euro-fuer-wechseljahresforschung-ab-2027-766904/ Kategorie: Deutschland & die Welt --- Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) will die Forschung zu Wechseljahren mit 21 Millionen Euro fördern. Ab 2027 sollen sechs Standorte in Deutschland von den Mitteln profitieren. Die Ministerin betont die gesamtgesellschaftliche Relevanz des Themas. ## Hohe Betroffenheit und gesellschaftliche Tabus "Es gibt neun Millionen Frauen in den Wechseljahren, 80 Prozent davon haben Beschwerden, jede Dritte muss ihr Leben danach ausrichten, bis hin zur Berufsunfähigkeit", sagte Bär den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Viele Frauen zögen sich sogar komplett aus dem Berufsleben zurück, so die Ministerin. Das Thema sei kein Nischenthema. ### Förderung an sechs Standorten Der Bund fördere ab 2027 Forscher in Jena, Homburg/Saar, Witten/Herdecke, Leipzig, Freiburg und Tübingen mit insgesamt 21 Millionen Euro, erklärte Bär. ### Internationale Einordnung und gesellschaftliche Reaktionen Das Thema Wechseljahre sei lange Zeit ein Tabuthema gewesen, so die Ministerin. Vor allem Männer reagierten heute oft schockiert, wenn das Wort fällt. Bei einem Empfang habe sie lachend auf die Frage nach einer Jacke geantwortet, wegen der Perimenopause brauche sie diese nicht – die Reaktion sei betretenes Schweigen gewesen. Auf die Frage nach der Durchsetzung gendergerechter Forschung in Deutschland antwortete Bär, weltweit gebe es kein Land, das auf einer Skala von null bis zehn bei acht, neun oder zehn liege. Deutschland liege in der Mitte, bei fünf oder sechs. Die Briten seien beim Thema Wechseljahre schon sehr weit. Sie habe immer gesagt, man sei bei gendergerechter Forschung noch Entwicklungsland, aber eigentlich sei man weltweit noch im Neandertal. --- Quelle: HASEPOST – Die Zeitung für Osnabrück